Diego goes stoissen

Die erste große Aufregung war schon der Umzug in den Fohlenaufzuchtshof Stoissen bei Saalfelden Anfang Februar 2019.

 

Um ehrlich zu sein bin ich richig stolz auf den Buben! Ich hätte diese Halle auch nicht mit 2 Menschen, die mich angeschoben hätten, betreten.

Man muss sich das so vorstellen: Große Halle (quer): links die 2 Jährigen, rechts die Jährlinge, derzeit also RECHTS alle in seinem Alter. Das Problem ist, dass man LINKS hineinmuss. Und zwar frontal, um den Gang entlang nach rechts zu kommen. Das heißt, das Tor wird geöffnet und tadaaaaa da stehen auf einmal 10 aufgeregte 2 Jährige frontal zu einem da. Natürlich alles Hengste. In ihrer vollen Kraft. Und dann muss man frontal auf sie zu, um abbiegen zu können.

Noch einmal. Ich bin nicht sicher, ob ich das so cool gemacht hätte, wie er. Sogar ich hab lachen müssen und war ein bisschen aufgeregt- und das, obwohl ich nicht einmal das Opfer all der geballten und fokussierten Aufmerksamkeit war. HUT AB KLEINER :)

 

Tja, und nachdem nach seinem Namen gefragt wurde und Diego nicht ins Zuchtschema passt (sein Vater ist Walzer Nero, und der Anfangsbuchstabe muss anscheinend immer weitergegeben werden- man lernt nie aus- und ich Wigo, der Name unter dem er erstmalig als Fohlen vorgestellt und abgelehnt wurde, verweigere), sind wir auf Namenssuche gegangen. Zugegebenermaßen unter ein bisschen Alkoholeinfluss mit meiner besten Freundin.

Lange Rede kurzer Sinn, wir haben uns auf Whiskey geeinigt. Damit bleibe ich dem Alkohol bei meinen Tieren treu :D (Hinweis: könnt ihr euch noch an die erste Geschichte erinnern? nein? Dann klingt das mit dem Alkohol jetzt sehr hart)

 

So: unten sind jetzt die Bilder vom ersten Auslauf am nächsten Tag. Er war nachher reichlich durchgeschwitzt! Und ist gleich einmal ("wie ein Warmblut") über den Zaun gesprungen, um der auf ihn zugalloppierenden Herde zu entkommen- um danach bis zum Bauch im Schnee zu stecken. Und er ist jedes Mal in den tiefen Schnee, um wegzukommen und kurz seine Ruhe zu haben. Hat er nicht oft gemacht- man sieht den anderen Kollegen in den Momenten an, dass sie sich überlegen, was für einen Idioten sie da dazubekommen haben :D